Glosse

Lakritz, Rotwein und… Prog?!

Eine verzogene Miene, das Gefühl geschmacklicher Irritation, zumindest Befremden. Ob nun die erste Berührung mit Salzlakritz oder (gehaltvollem) trockenem Rotwein – wer zuvor nur die Ebene des Süßen kannte, für den mögen die neu entdeckten herb-anspruchsvollen Noten daliegen wie ein Gebirge: unzugänglich, sich dem (schnellen) Erschließen verweigernd, vielleicht sogar zunächst abweisend.

Ein Kenner des Weins erzählte mir einmal, zufällig bei einer Weinprobe beinander sitzend, entsprechend nicht minder gesellig, daß der menschliche Geschmackssinn ungleich mehr Nuancen im herben Bereich unterscheiden könne, als im süßen.

Man müsse sich halt nur darauf einlassen, sich – um das obige Bild noch einmal zu bemühen – aufmachen, die Gipfel des Gebirges zu besteigen. Die Aussicht, sie soll famos sein.

Prog bekomms!