Glosse

Progger auf Abwegen

Vor kurzen habe ich durch Zufall gesehen, dass Ex-Panzerballett-Co-Gitarrist Andreas Dombert (der inzwischen durch Martin Mayrhofer ersetzt wurde, vielleicht sogar wegen dem Folgenden?) zur Band der letztes Jahr zumindest in Bayern dank unablässigem Airplay bei Bayern 3 extrem erfolgreichen Sängerin Claudia Koreck (Hit: "Fliang") gehört. Kleiner Stilbruch im Vergleich zu Panzerballett. Ebenfalls in Claudia Korecks Band (Danke an Maria Ortner für den Hinweis) spielt RPWL-Schlagzeuger Manni Müller. Kein ganz so großer Stilbruch, allerdings.

Ex-KC-Bläser Mel Collins spielte lange Jahre in der Band der Harald Schmidt Show (tut er das eigentlich immer noch?), das Video, auf dem Wigwam-Bassist Pekka Pohjola schwer schlecht gelaunt bei einer bizarren finnischen Version von YMCA mitspielt, war grosses Tennis (ist zwar leider inzwischen von YouTube entfernt worden), und Liquid Scarlet lösten sich auf, weil Ihr Sänger bei der schwedischen "X sucht den Superstar"-Variante gewonnen hat.

Fix weist in [progrock-dt] zu Recht auf Demis Roussos Weg von Aphrodite's Childs "666" zum Schnulzensänger hin, Stephan auf Nick D'Virgilio und Tears for Fears (die dank Flower-Power-/Beatles-Referenzen aber auch einen gewissen Prog-Bezug haben).

Da Prog als mehr oder weniger brotlose Kunst solche Abwege fördert: Welche weiteren "krassen" Beispiele von Proggern in fremden Gewässern kennt Ihr? Hier geht's zur zugehörigen Diskussion in der Mailingliste.