Nachricht

Adrian Belew und King Crimson versöhnen sich: Spätere Reunion mit der Band nicht ausgeschlossen

Die Auseinandersetzung zwischen Adrian Belew und King Crimson um die Aufführungsrechte an den Belew-Songs der 1980er und 1990er-Alben haben viele King-Crimson-Fans mit Sorge verfolgt. Nun gibt es nun eine überraschende Wende. Robert Fripp und Adrian Belew haben miteinander telefoniert (anstatt über Facebook-Statements übereinander zu kommunizieren) und offenbar wurden alle Missverständnisse beseitigt, mehr noch: Wer Adrians (fundamentalen Songwriting-) Beitrag für die Band in der aktuellen Inkarnation vermisst, der darf wieder hoffen.

Robert Fripp schreibt:

»Adrian has also agreed to be King Crimson's Ninth Man. Who knows what the future holds for this strange outfit?«

und stellt etwas etwas später klar:

»There are no current plans for Adrian to come out with the current formation; but in Crimson's strange history there is a tendency for things to come around. So, Adrian has rejoined the larger family - hooray! - and doors to the future are open.«

Eine mögliche Reunion mit Adrian Belew ist in Zukunft also nicht ausgeschlossen

YIPPIEH!
Was hab' ich den vermisst, beim Konzert lezzes Jahr in Berlin. Dagegen ist Jakszyk mit seinem Bierernst und seiner theatralisch leidend verkniffenen Miene - sogar während banalster Textstellen - einfach ein Stimmungskiller. Das wurde/wird auch leider nicht kompensiert durch seinen ansonsten ordentlichen Gesang und sein beachtliches Gitarrenspiel. (Mit beidem ist m.E. Belew aber deutlich ergiebiger.) Auch sonst schien sich keiner aus dem 7-tet für die Stimmung des Publikums zu interessieren. Niemand von denen hat gestrahlt und damit angesteckt, wie das Belew kann; im Gegenteil.

Für Belew zurück bei KC kann man gerne auf 1-2 Trommler wie auch auf die Aufführung von schnarchigen Anachronismen à la 'Epitaph' und 'I.t.C.o.t.Crimson King' verzichten. Und das ein oder andere, momentweise sogar hampelige Solo von Collins kann man wieder in Belews Hände geben (bei 'L.T.i.Aspic' und 'Level Five' etwa).

Ansonsten schwächt diese Nachricht erfreulicherweise die von einigen KC-Kennern geäußerte These, dass Fripp mit der - zminz bzgl. Setlist nostalgischen - 7er-Truppe seine Abschiedsrunde drehen wollte.

Danke Sal, schöne Nachricht.

Naja, noch scheint da nix Konkretes (oder sagen wir mal Offizielles) geplant zu sein. Also nicht zu früh freuen. Kann ja auch sein, dass Fripp alles hinschmeißt und den Laden wieder für ein Jahrzehnt dicht macht. Aber eine Abschiedstournee mit einer 7er- oder 9er-Truppe und danach das Kapitel in Würde schließen wäre aus meiner Sicht nicht das Schlechteste. Mit Belew würde ich die Truppe noch einmal sehr gerne sehen, weil ich die Songs aus den 80ern und 90ern sehr stark finde; ohne - vermutlich auch, aber dann viel weniger rundum glücklich. Und ja, ein oder zwei Drummer, dafür mehr Groove und weniger Geholze (kurz mehr Bill Bruford ;-) ) wären mir auch lieber. Aber BB wird wohl nicht noch einmal zurückkehren und die aktuellen 35 Drummer (vorläufige Schätzung) der Band haben alle nicht die jazzige Leichtigkeit des BB.

Ja, bei den 3 Drummern war - wie für Mel Collins' Beiträge - zuwenig musikalisches Konzept; pro Stück!! Da waren doch ca. 9 Monate Zeit seit den 7tet-Konzerten/-Aufnahmen in Toronto. In Berlin war keine Entwicklung hörbar. Die haben sich dann doch immer wieder kannibalisiert. Bzw. wenn Du auseinander hören willst, wer da gerade was klöppelt, kriegst Du kaum noch mit, was die anderen 4 machen. Was etwa bei Pictures of a City und Easy Money blöd (gewesen) wär.
Nun, der 'one-of-a-kind'-BB wird wohl nicht mehr trommeln. Sehr, sehr schade, wie auch bei Phil Collins.
Aber Gavin Harrison ist super, ganz große Klasse. Der alleine reicht völlig. Oder von mir aus auch Mastelotto mit viel Elektr(on)ik, quasi Weiterentwicklung von seinen Beiträgen auf "Power to Believe". Klar, bei Mastel Otto entfällt 'jazzige Leichtigkeit' weitgehend. Juh känn not ohl häv ...