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Anderson und Yes doch getrennt?

Laut drei unabhängigen Quellen haben sich die Wege von Yes und Sänger Jon Anderson nun doch (endgültig?) getrennt. Angeblich hat er Familie, Freunde und Kollegen darüber informiert, dass er nie wieder zusammen mit Yes spielen wird.

Yes (Chris Squire, Alan White, Steve Howe und Oliver Wakeman) wollen nun doch ohne Anderson auf ihre Jubiläumstournee gehen, geplant sind Konzerte in den USA vom 30. Oktober bis zum 14. Dezember dieses Jahres. Allerdings ist man sich dessen bewusst, dass die Band ohne Anderson weniger Fans anziehen wird und will kleinere Hallen buchen.

Mittlerweile wurde der Sänger einer Yes-Tribute-Band nach London eingeladen, um sich für die Stelle zu bewerben.

Eine offizielle Be- oder Entstätigung dieser Entwicklungen steht noch aus, wird aber nicht lange auf sich warten lassen.

Quelle: Yesfans.com

Das würde ich (noch) eher als ziemliches Gerücht ansehen. Falls es aber wahr wäre, dass die Rest-Yes tatsächlich einen Ersatzsänger suchen, geht's bei Yes noch stärker in Richtung Selbstparodie.

Yep Udo, so ist es. Das Gerücht hält sich aber nun schon eine ganze Weile, und wenn sie die kommerziellen Chancen, die in dem 40jährigen Bandjubiläum stecken, nutzen wollen, kommen sie um so eine Lösung nicht herum. Ich denke, wenn das Ganze eher in Richtung "More Drama Tour" geht, ist das durchaus vorstellbar, trotz der Anderson-Fixierung vieler, gerade englischer, Fans. Warum sollte nicht etwa Billy Sherwood singen, oder der Sänger einer Tribute-Band. Oder Roger Hodgson, der sollte Anderson ja schon 1990 ersetzen. Solange Yes nicht ins Studio gehen ist doch alles in Butter! Wir harren gespannt der Entwicklungen.

Wir? Pluralis majestatis?

Mir gehen Yes spätestens seit dem letzten Gruselalbum, der Symphonic-Tour-Verarsche und dem am besten in die kanadische Taiga passenden Drumming von Alan White völlig am Arsch vorbei - und das dürfte sich nur ändern, wenn Trevor Horn wieder einsteigt. ;) Die sollen einfach in Rente gehen und fertig ist.

Mmmm , konnte der olle Jon nicht mehr gut singen ? Ich hatte bei der letzten Tour doch den Eindruck daß es noch ganz gut klappt (wenn ich ihn mit dem anderen Anderson (nämlich dem ollen Ian) vergleichen dürfte , welcher stimmlich doch ziemlich abgebaut hat) .
Wie auch immer Jon hin Jon her , die Stimme ist Yes , und Yes ohne diese Stimme ist eben nun nicht mehr Yes , genauso wie Queen ohne Freddie nicht mehr Queen ist .

Yes ohne Anderson sind nicht mehr Yes? Na ja, das stimmt nur bedingt, wie z.B. das hervorragende "Drama"-Album zeigt. Aber eine 40-Anniversary-Tour mit einem Gastsänger am Mikro und dem Wakeman-Sohn an den Tasten wäre schon irgendwie Realsatire oder so wie wenn Queen mit Paul Rodgers auf... äh ;-)

Nein, Yes werden ohne Anderson immernoch so viel Yes sein, wie sies immer waren (vergleicht mal "Time and a Word", "Relayer", "Drama", "90125", "Talk" und "Magnification"...). Wenn es einen gibt, ohne den Yes nicht mehr nach Yes klingen, ist es Steve Howe, das zeigen sämtliche Platten ohne ihn.

Und wenn Yes jetzt ohne Anderson touren: Großartig! Welcher Fan wartet nicht schon seit 25 Jahren auf Material von "Drama"? Anderson hat seine Fans und seine Kollegen lange genug damit genervt, dass er auf Anweisung seiner Divine Mother nicht aufgetreten ist - immerhin 5 Jahre lang. Es reicht, denke ich. Als Squire 1994 wegen seiner endlosen Sauftouren im Krankenhaus landete, haben Yes auch nicht lange gefackelt und nach einem Tourbassisten gesucht. Squire hat es letztlich geschafft, aber hätte man ihn live wirklich vermisst?

Das Problem ist eher das: Sollten sie tatsächlich nochmal ein neues Album aufnehmen, wäre ein Weggang Andersons ein viel größeres Problem als für die Tournee jetzt. Squire und Wakeman (den Daddy meine ich) wären wegen ihrer Popanfälligkeit einer letzten Großtat nämlich viel eher im Weg als etwa Howe oder eben Anderson Die waren für die epischen Werke der Band verantwortlich. Von mir aus kann Squire sich sämtlichen Sherwood-Bands anschließen, solange nur Anderson und Howe die Konzeption eines neuen Albums in der Hand behalten und neue Songs kollektiv entstehen. So wie früher eben. Yes ist eine der Bands, die im Studio nur noch dann eine Zukunft haben, wenn sies machen wie früher. So unoriginell das auch sein mag.