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Jethro Tull - Songs from the Wood 40th Anniversary Edition

Boxsets und kein Ende: am 19. Mai erscheint Jethro Tull "Songs from the Wood" von 1977 in einer Jubiläumsausgabe als "The Country Set" mit

  • 3CD, 2 DVD and 96 page book deluxe package
  • Including the original album remixed by Steven Wilson
  • A host of unreleased associated recordings and live tracks
  • DVD components featuring a live concert, HD audio and 5.1 mixes
Quelle: jethrotull.com

Oh Mann, früher ging ich in einen Laden und kaufte mir ne Platte.
Dann ging ich nach Hause und hörte mir die Titel an.
Und wenn sie gut waren, dann höre ich sie heute noch ab und zu.
Bei JT war und ist das heute noch der Fall.
Damit war und bin ich heute noch zufrieden und glücklich.

Mal ehrlich: Wer braucht denn sowas ?
Wer braucht die xte Version eines Titels ? Die tausendste Fassung ? Die hundertste Variante ? Die zehnte Abwandlung ?
5.1 Mixe , 7.1 Mixe , 10.675 Mixe, AC3 oder Ultra Dolby Mixe, 3 verschiedene Instrumentalversionen etc etc usw usw............
Seufz !

Mal ehrlich: Wer braucht denn sowas ?

Dazu ein Statement eines Mitglieds einer anderen Band:

What do you think about Steven Wilson’s latest remixes of the Yes back catalogue?
My ears and heart tell me that when I hear the original mix, that’s the one for me because that’s the one we sat down and did, but I take my hat off to Steven completely. I give the mixes he’s done 100 per cent support because it’s taking Yes further and further into the future by having these 5.1 and new stereo mixes available. […]

(Quelle: http://teamrock.com/feature/2016-03-30/the-prog-interview-steve-howe-on-...)

Ergo: Künstlerisch sinnlos. Es dient nur der Schmierung der Verkaufsmaschine.

Brauchen tun wir etwas zu essen, etwas zu trinken, ein Bett und ein Dach über dem Kopf, Frieden und feuchtes Toilettenpapier.

Na, kommt darauf an, wie weit oben in der Maslowschen Bedürfnispyramide wir uns ansiedeln wollen. Oder können. Oder wollen, wenn es uns, die privilegierten paar Prozenterl der Weltbevölkerung, betrifft. Die Frage ist doch nicht, ob wir das brauchen. Solange wir so diskutieren, disktutieren wir genau so, wie die Verkaufsmaschine das von uns gern hätte: Wir denken in Bedürfniskategorien, und die klopfen sich auf die Schulter, weil sie sehen, dass sie die Macht haben, Bedürfnisse bei uns zu wecken.

Werden wir ein bisschen selbstbewusster. Fragen wir uns lieber, ob wir das wollen. Dann kann der oder die eine selbstbewusst sagen: Ich will das nicht, mir genügt das Album, das damals erschienen ist, so, wie es damals erschienen ist. Und der oder die andere kann selbstbewusst sagen: Ich will das, denn mich interessieren frühe Fassungen, aufgegebene Stücke, ein Buch mit Hintergrundinfos und 5.1-Surround-Mixe. So wie manche gern Öko-Klamotten tragen, andere Fashionistas sind und dritte darin gar keinen Widerspruch sehen. Und wenn wir es dann noch schaffen, einander nicht die Köpfe einzuschlagen, weil wir meinen, dass der/die andere genau dasselbe wollen muss wie wir - dann ist doch eigentlich alles gut.

...und wenn jemand, den Ihr kennt, Eurer Deluxe-Teil auch gern hätte, es sich aber nicht leisten kann, ladet ihn oder sie zu einem gemeinsamen Musikabend ein. Ist ne schöne Sache.