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Neuer Sänger bei Yes

Weil Benoît David sich einer medizinischen Behandlung unterziehen muss, wird er ab April nicht mehr mit Yes touren können (Yes spielen in Neuseeland, Australien, Japan, Indonesien und Hawaii, danach in Nordamerika und vielleicht noch einmal in Europa). Als Sänger wurde Jon Davison von Glass Hammer eingestellt. Ob Davison David ersetzt oder nur auf der kommenden Tournee einspringt, ist unklar.

Quelle: Henry Potts

Ich weiß, es sieht so aus, aber es handelt sich nicht um einen Faschingsscherz.

Langsam wird's witzig. Kann nur hoffen, dass Davison besser wird als David. Den kann man nämlich Yes-Fans nicht mehr zumuten.

Warum müssen es jedesmal Jon-Anderson-Clones sein? Das ist von vornherein zum Scheitern verurteilt. Kann man es nicht mal mit anderen Stimmen versuchen? Z.B. (in die Tüte gesprochen) mit jemandem wie Adrian Belew oder so, damit das endlich mal eine anderen Charakter bekommt. Oder sich endlich eingestehen, dass es vorbei ist mit YES. Was weiß denn ich. So geht das jedenfalls gar nicht.

Ebenso skurril wie die Besetzungswechsel bei Yes sind die Reaktionen hier darauf. Da weiß ein Fritzinger was man Yes-Fans zumuten kann (oder auch nicht). Und der Herr Ratzinger hat mit Adrian Belew auch ein Ass im Ärmel. Herrlich!! Wie wär's denn mit dem dicken Fish. Der langweilt sich sowieso und hat auch gerade keine Hochzeit geplant. Man könnte es auch so machen wie kürzlich Saga, sich quasi "on the go" von "Koffer-Musikanten" ersetzen lassen. Bin auf die Reaktionen von weiteren "usual suspect" gespannt. Also Jungs, da ist noch Luft...

Es muss nicht unbedingt Adrian Belew sein. War nur so'n spontanes Beispiel der interessanteren Möglichkeiten. Roberto Blanco oder Costa Cordalis gingen zur Not auch. Wenn's nur nicht immer diese drittklassigen Anderson-Immitatoren sind.

Ernsthaft: Was YES in letzter Zeit verzapfen geht wirklich gar nicht. Was man da als Fan ertragen muss – wenn man sich denn drauf einlässt – reicht gerade mal zum Fremdschämen.

bitte löschen, bitte, bitte...

Verstehe Dich nicht, Starfish. Hast du Yes in letzter Zeit mal gesehen? Pabst hat doch ganz Recht. Wer bei denen singt, ist da noch das geringste Problem.

Verstehe Dich nicht, Starfish. Hast du Yes in letzter Zeit mal gesehen? Pabst hat doch ganz Recht. Wer bei denen singt, ist da noch das geringste Problem.

Eben! Klon hin, Klon her. Yes befriedigt zumindest den hier anwesenden Teil ihrer Fan-Gemeinde sowieso nicht mehr und wird es aus meiner Sicht auch nie mehr tun. Der Zug ist abgefahren! Die immer wieder geäusserten Wunschträume ala "Relayer reloaded" oder "Even closer to the edge" wird es nicht geben. Den Gefallen hat uns keine Band die zu den "Big 5" und Umfeld gezählt wird getan. Genesis nicht, Pink Floyd nicht, VDGG nicht, auch King crimson nicht. Das letzte Live Album (das hab ich mir gerade wg. BD mal als Download geholt) ist im Großen und Ganzen hörbar, auch wenn das Tempo hie und da mal verschleppt wird. Natürlich empfiehlt sich die "Band" damit nicht als das Live Erlebnis des Jahres. Wenn ich dagegen aber die völlig blutleere letzte Genesis Live CD höre, dann sind die paar Euros für den Download noch nicht ganz verpulvert.

Egal, ich höre sowieso lieber die Originale aus den 70igern. Und mein nächster Ausflug zu einem Livekonzert wird in das Colosaal gehen, wenn "Subsignal" da auftritt.

Was habt Ihr bloß? Bei Jon Davison passt immerhin schon mal der Vorname ;-). Und mit Yes (wie immer besetzt man sich die Gruppe inzwischen vorstellen mag) würde dieser Jon sicher immer noch bessere Musik machen als mit Glass Hammer! Wer deren jüngste 2 Alben noch nicht kennt und über Yes lästert, kann hier noch besseren Anlass dazu finden!
Doc Holiday

Kommen Yes jetzt vom Regen in die Traufe? Da ist zwar das Gefühl, dass der Neue irgendwie brauchbarer ist als der David, aber... brauchen die nicht einen, der den ganzen Stall mal ausmistet und frischen Wind durchbläst?! So einen wie damals Trevor Horn und dann Trevor Rabin. Einen, der mal aus einer etwas anderen Ecke kommt und neue Ideen liefert, neue Perspektiven eröffnet. Also einen, der auch komponieren kann. Reicht da das Mittun bei einer 70s-Yes-Tribute-Band wie Glass Hammer?

Es wird schon gemunkelt im Yesfans-forum, das sei so was wie ein soft-opening für das Anderson-Comeback? Aber wär der denn auch gut jetzt? Was er zuletzt ablieferte, mit dem Wakeman und solo, was ja nun noch 'ne Ecke schwächer als das jüngste Yes-Album... das ist doch ganz ok... lässt aber nunmal noch sehr viel Luft nach oben.

Es bleibt spannend... irgendwie aber scheint Jon D. wenigstens ein kleiner Schritt nach vorn zu sein. Der simuliert immerhin auch nicht ganz so penetrant den Anderson, meine ich.

Der Austausch eines Musikers ist für eine Band, die in der Öffentlichkeit steht, immer ein Problem, am schwierigsten ist aber sicherlich der Austausch des Sängers. Die Leute identifizieren sich/die Band eben in erster Linie mit dem Sänger. Bei einer Band, deren Sänger besonders hervorsticht, ist das umso schwieriger. Queen zum Beispiel. In den 70ern haben Yes regelmäßig vorgeführt, wie man's macht: Wenn man einen Musiker ersetzen will, ohne dass es große Einbußen in der Gunst der Fans gibt, muss man einfach einen besseren suchen. Der Musik der Band hat das damals jedenfalls gutgetan. In den letzten Jahr(zehnt)en tauschen Yes allerdings immer häufiger gute gegen weniger gute Musiker aus, und das merkt man.

Was den Sänger angeht, finde ich, dass das mit dem Ersetzen immer dann klappt, wenn man jemanden nimmt, der noch ein wenig, sagen wir, extremer ist, als der Vorgänger (dafür ist AC/DC ein gutes Beispiel), oder wenn man in ein vollkommen anderes Register greift. Das erspart einem die peinlichen Vergleiche. Eine Frau wäre spannend. Ein Kerl mit tiefer Stimme? Weiß nicht. Dazu ist das Stimme-als-Instrument-Konzept bei Yes doch zu präsent. Leider hat die Band dadurch einfach nicht die Möglichkeit, nach der ganz anderen Stimme zu suchen. Daher die Anderson-Klone, denke ich. Dass ein Klon einer Band immer den Vorwurf einbringt, cheesy zu sein, ist unvermeidlich - und vermutlich ist es sogar richtig.

Das Problem bei Yes ist jedoch beileibe nicht der Frontmann, das Problem ist der Drummer und diejenigen, die sie dazu drängen, mediokre Musik aufzunehmen (und sie auf der Bühne schlecht zu spielen). Und sagen wir's mal so: Chris Squire gehört nicht unbedingt zu denjenigen im Yes-Lager, die bis aufs Blut dafür kämpfen, endlich wieder Prog-Meisterwerke schreiben zu dürfen. Wer bei Yes Mitglied ist, wäre mir heute so wurscht wie 1974, wenn sie dafür heute solche Platten machen würden wie 1974.

Es müssen Verträge erfüllt, Investitionen eingespielt, Rechnungen bezahlt werden. Um etwas anderes kann es dabei nicht mehr gehen. Man versucht sich noch für kurze Zeit über die Runden zu retten. Wie das beim Publikum und später der Nachwelt ankommen und hängenbleiben wird, scheint keine Rolle zu spielen.

Reunions, Alben, Touren oder auch nur Einzelauftritte mit wieder zurückkehrenden Originalmitgliedern halte ich in Anbetracht des Fortgangs der Zeit und dem damit einhergehenden geistigen und körperlichen Verfall (inkl. der musikalisch-kreativen Fähigkeiten und offensichtlich der Urteilsfähigkeit) der Protagonisten für nicht mehr realisierbar.

Ich denke, George Michael verhält sich zu Freddie Mercury ungefähr wie Trevor Horn zu Jon Anderson - erinnert dran, hat aber einen eigenen Stil. Trevor Horn war eh die goldene Lösung als Alternative zu Anderson. Mir gefällt er, Horn, eigentlich fast sogar besser. Aber einen Anderson einfach zu clonen, das ist zweitklassiges Variete, Kirmes-Belustigung, aber keine Kunst mehr. Für mich hat der Einsatz von BD als Anderson-Nachmacher den Spaß an Yes erheblich reduziert. Und es ist immerhin seit 73 meine liebste Musik.

Ob und wie Yes nochmal so richtig progressiv werden? Und was würde das bedeuten? Doch nicht wirklich, dass sie The Son Of Relayer - wäre dann immerhin mein Favorit - produzieren?! Haben die das übergaupt noch intus? Ein Howe, der zwischendurch immer wieder mit diesen unsäglich flachen Asia rumwurschtelt?

Wenn Yes mich fragen würden, hey Peter hilf uns hier raus... ich würde irgendein junges selbstbewusstes Elektronik-Duo, Sänger und Elektroniker/Tastenmann/Frau - besorgen. Und dann alle in einen Käfig sperren, der groß genug ist, dass ein Tonstudio Platz hat. Was rauskäme, könnte... könnte... dann wirklich progressiv sein.

Oder hat jemand eine bessere Lösung?

Return To The Topographic Oceans wär auch nicht schlecht, aber dann auch nur Prog und nicht Progressive... zugegeben aber realistischer als meine "Peter hilf"-Hallu

Immer dieses Rumhacken auf alten Bands. Mein Gott...

Am einfachsten wäre vermutlich, wenn sich Yes einfach endgültig auflösen und keinerlei Album mehr veröffentlichen würden. Irgendwie sind 50 Jahre Bandgeschichte ja auch genug. Dann müssten sich die Prog-Nerds nicht in solchen Diskussion wie hier outen, die Fremdschämer wären endlich wieder zufrieden (und hätten keine körperlichen Schmerzen mehr) und die Ewiggestrigen können sich die Alben aus den 70er Jahren anhören und davon schwärmen wieviel schöner doch früher alles war.

Und statt Geld für mediokre Yes-Konzerte auszugeben, wäre endlich Zeit und eben auch Geld dafür da interessante Konzerte und Festivals mit zeitgenössischen Progressive Rock-Acts zu besuchen.

Endlich Freude, Freude, Eierkuchen und den Proggies ein Wohlgefallen... ach ja: Da Jon Davison mehr nach Jon Anderson als der selbst klingt, wird das schon gut gehen für die anstehenden Konzerte. Das Ganze hat ja eh mehr so einen Cover-Band-Charakter ;-)

Ja, nicht wahr? Eine Yes-Nachricht erregt immer weitaus mehr Interesse als eine Nachricht über Humble Grumble, Oozing Goo oder gar Magma. Schade, aber nur vielleicht: Bei Yes ist vermutlich der Unterhaltungsfaktor größer.

Bei Humble Grumble, Oozing Goo, Magma oder Extra Life muss man auch keine Befürchtungen bzgl. der Qualität haben...

Die Umbesetzung ist "permanent" laut neuem Interview mit Squire.

http://www.noise11.com/news/exclusive-yes-recruit-another-new-singer-201...

Soweit so, so gut...

interessant finde ich in diesem Zusammenhang die Diskussion die dem Interview anhängt. Mit Verlaub möchte ich behaupten, dass man dort im Allgemeinen wesentlich entspannter mit dem Thema "Yes" umgeht, als das hier der Fall ist.

Das mag so klingen, aber man weiß ja nie, wie der Eindruck zustande gekommen ist. Ich hab z. B. immer wenig Zeit und schreib schnell und knapp, das kommt dann viel zackiger rüber, als es gemeint ist. Da würd ich nicht viel drauf geben. Schätze, alle hier sind netter und entspannter als sie rüberkommen. Das ist jedenfalls meine Erfahrung mit denen, die ich persönlich kenne und ich gehe mal davon aus, dass das bei den anderen ähnlich ist.