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Roine Stolt’s The Flower King

Am 23. November erscheint das Album "Manifesto Of An Alchemist" der ein wenig verwirrend benannten Band Roine Stolt’s The Flower King.

Roine Stolt will damit wohl zum Ausdruck bringen, dass es sich dabei irgendwie um die Flower Kings handelt, irgendwie aber auch nicht, und wohl auch, dass es sich dabei eher um seine Version der Flower Kings handelt, im Gegensatz zu den Flower Kings die - was? Nicht seine Band waren?

Na, man wird sehen. Nachdem sich Roine Stolt und Jon Anderson weiterhin standhaft weigern, das gelungenste Projekt, das die beiden seit Jahr(zehnt)en am Start hatten, weiterzuführen, und The Sea Within nicht gerade auf Begeisterung gestoßen ist, wird nun also an die lange Geschichte der Flower Kings angeknüpft. Das neue Album ist als "richly orchestrated and musically adventurous" angekündigt, mit dabei sind Marco Minnemann, Jonas Reingold, Rob Townsend, die Gastsänger Hans Froberg und Nad Sylvan und andere. Es wird als limitierte Digipak Edition und als Doppel-LP in 180g Vinyl im Gatefold mit CD erscheinen. Vorbestellungen sind ab sofort möglich.

Quelle: Newsletter des Labels

Ich glaube, um das Projekt unter The Flower Kings führen zu können, ist das Mitwirken eines gewissen Herrn Bodins von Nöten.

Stolts Projekte werden immer einen Stolt-Touch haben, genau wie Morse-Projekte immer nach Morse klingen werden. Dann ist auch egal, ob vorn Transatlantic oder Neal Morse Band oder sonst was drauf steht. Immerhin wirken bei "dieser" Version der Flower Kings auch 3/5 von The Sea Within mit (deren Debütalbum mich übrigens hundert mal mehr überzeugt hat als etwa das von Sons Of Apollo).

Ich werd erstmal reinhören bevor ich mir dieses Album kaufe, generell stehe ich der Sache aber nicht negativ gegenüber.
Allerdings gebe ich dir Recht, ein neues Album mit Jon hätte ich mir eher gewünscht.

Grüß Dich, Fritzinger!

Ich finde das auch nicht negativ. Ich bin nur, sagen wir, ein wenig zurückhaltend, die Flower-Kings-Alben nach "Unfold" waren ja nicht ganz so klasse. Persönlich wäre mir ein weiteres Anderson/Stolt-Album auch am liebsten, und ich denke, das geht den meisten so (die Reaktionen auf The Sea Within waren ja mehrheitlich unbegeistert). Aber da Anderson nicht gerade als der verlässlichste Zeitgenosse gilt, muss man wohl fürchten, dass es bei dem einen Album bleibt. Schließlich ist selbst die Zukunft von ARW ungewiss.

Warum Stolt nicht einfach "Flower Kings" zu dem Projekt sagt, weiß ich leider nicht. Möglich, dass Bodin da irgendwelche Rechte besitzt.

Gruß,

Nik

P. S.: Und die Sons of Apollo RULEN, Män! Z. B. heute Abend in Aschaff!

Da will ich auch meinen unmaßgeblichen Senf dazu geben (gebraucht wird er wahrscheinlich nicht). Dorten der Name Stolt Roine draufsteht ist Langeweile drin. Es sei denn, ein gewisser Morse Neal tritt ihm gepflegt irgendwohin. Ich wiederhole mich, wenn ich sage, dass ich selten einen langweiligeren Gitarrero erlebt habe wie ihn (da ist Erich Klappstuhl noch spannend!). Und seine maßgeblich (mit)komponierte Mucke der letzten Jahre empfinde ich als belanglos.-
Das ist das, was ich mit Roine Stolt in den letzten Jahren verbinde. Nein, ich bin kein Fan von. Deshalb verlasse ich mich da auf Nik u.a. , die mich im Falle des Falles vom neuen Ansatz des alten Schweden zu überzeugen gedenken.

Anderson's Melodien sind halt unverwechselbar. Eine zweite Collaboration zwischen den beiden würde mir sehr gut gefallen.

Ich glaube aber gern, dass die Sons of Apollo live richtig aufdrehen! Wie war es denn in Aschaffenburg? Als ich vor einiger Zeit die Neal Morse Band dort gesehen habe, konnte man sich kaum bewegen.

An hero:
Stolt als Gitarristen finde ich auch bestenfalls durchschnittlich und ich wundere mich immer wieder über das mehrheitliche Lob über sein Spiel. Ich finde, er hat nur mäßiges Timing und einen schwammigen Sound. Noch dazu habe ich ihn auf der Bühne auch schon recht schlampig mit dem gespielten Material erlebt (Transatlantic - hier hat er sich auch ein paar nicht so amüsierte Blicke von Mr. Portnoy eingefangen). Als Komponisten und Arrangeur schätze ich ihn allerdings sehr.

Tzjääää, die Sons of Apollo.... Na, sagen wir so. Sie waren gut drauf, viel besser als das Publikum, allesamt hart arbeitende (vorwiegend männliche) Menschen, die nach ihrem Arbeitstag nicht mehr ganz so viel Energie beisammen hatten. Die Band war viel lockerer als es Progbands namalerweis sind. und so lief das Konzert stärker in Richtung Rock als das Album. Es gab viel Genudel. Virtuoses Genudel, aber Genudel. Soli, Soli, Soli. Und zwei Ergänzo-Stücke von "Falling into Infintiy", die ich nicht erkannte, weil ich, wie jeder ordentliche DT-Fan, dieses Album nie höre.

Trotzdem, ein schönes Konzert. Meine Highlights waren Soto, der eine echt starke Stimme hat (er hat aus Queens "The Prophet's Song" zitiert) und ein unermüdlicher Massenaufmischer ist, und Billy Sheehan, der ein unermüdlicher Billy Sheehan ist. Die zu sehen, war klasse.

Na, ist wie bei jeder Band: die Konzerte nach dem zweiten Album sind meistens besser, weil sie dann live kein Ergänzo-Material zum Ausstopfen brauchen. Schaumer mal, ob die ein zweites Album machen.

Stolt als Gitarrist? Da kann ich mich Euch nur anschließen. Was er vor einigen Jahren aus Focus' "Silvia" gemacht hat, war gar nicht gut.