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Wegen Brexit: King Crimson gehen 2019 nicht auf Europatour

Der bevorstehende Brexit beginnt sich auch auf den Progressive Rock auszuwirken: wegen der "unklaren Zukunft für Arbeitsmigranten" und der Ungewissheit darüber, ob künftig Visa nötig sein werden, hat Robert Fripp angekündigt, dass King Crimson zum 50-jährigen Bandjubiläum 2019 nicht durch Europa touren werden.

Mehr dazu bei dgmlive.com:

"[…] A report from the DGM Breakfast Meeting (14june2018) with David at the Hotel Acceptable, Poznan’s trough: Brexit has impacted KC’s Fiftieth Anniversary touring plans. Currently there is no forseeable exit arrangement for the UK, no clear plans for migrant workers, eg the Brothers Crim and their pals, whether work visas will be necessary for anyone other than our American members. The technicalities and bureaucracy of arranging visa for all eight members of The Beast plus c. twelve support team persons, in each different country, is impracticable; this without even dealing with the withholding tax for each jurisdiction. Compliance with EU tax and individual arrangements for each country is already close to unworkable for small organisations. KC/DGM is a good example of the margin between too small/sufficiently large, to be proportionately overloaded with stuff. I wonder how many, of those good persons that plan and implement a seemingly endless proliferation of forms, have gone out into the world and directed a small company.
So, we have abandoned plans for a Celebration EuroTour of 2019. There is one possibility of performing in England, but this is contingent on a most-unlikely arising. Our attention is therefore being directed to other places in the world. […]"

https://www.dgmlive.com/diaries/Robert%20Fripp/rfdiary-june-16-2018

Danke Pabst für das Zitat.
Zu dem hier aus dgmlive.com ’I wonder how many, of those good [??] persons that plan and implement a seemingly endless proliferation of forms, have gone out into the world and directed a small company.’ muss man wohl antworten: Praktisch niemand! Und falls welche bei Planungen und Implementierungen von wasnich dabei sind, haben sie kaum Wirkung.
Das ist vermutlich eine der ganz erheblichen Problemursachen, die v.a. KMUs - wie die 8+12 "Mitarbeiter" von KC - in die Knie zwingen, die sie zumindest zur verständlichen Position bringen, sich Margen-fressenden bzw. Verluste erzeugenden Schikanen nicht auszusetzen.
Diese Problemursache, dass Leute, die (fast) nur die Vollkaskosituation als Angestellter oder die fett gestopfte Version davon als Parlamentarier kennen, Regularien raus pressen (auch das Monster DSGVO), an denen sich Unternehmer, v.a. kleine und mittelständische aufreiben, ist erschreckend weit verbreitet und etabliert; seit erschreckend langer Zeit.

Bei uns kommt immer Strom aus der Steckdose. Und das soll so bleiben. Auch, damit man den so verteilen kann, wir wir das für "gerecht" halten. Da müssen wir ja weiter in Sicherheit sein. Ist doch klar. ... Was? Wie? Wie der Strom in die Steckdose rein kommt? Ääääh, wie jetzt ...?

Und über Nationalismus im Ganzen könnte man auch nochmal nachdenken. Der Brexit wuchs ja auf diesem ganz besonderen Humus.

Am besten gleich über massiven (Wieder-)Abbau von dumpfbackigem Nationalismus nachdenken; auch in Stücken. Dabei müsste man wohl auch über das Problem nachdenken, dass Meinungen, insbesondere politische Wahlentscheidungen von sehr ungebildeten &/od. sehr unintelligenten Menschen denen von sehr gebildeten &/od. sehr intelligenten Menschen gleich gestellt sind, gleichviel Einfluss haben. Also, wenn und so lange man noch in einer Demokratie lebt ...

KC-Manager David Singleton schreibt auch noch etwas zu der Steuerbürokratie und Einfuhr-/Ausfuhrangelegenheiten, mit denen man sich auch jetzt schon herumschlagen muss: https://www.dgmlive.com/diaries/David%20Singleton/Top_Reasons_not_to_bec...

Z.B.:

" […] And that is before we consider Norway (one of the fates that may await us in Brexit-land). As Norway is not in the EU, we have to import all our merchandise into Norway (paying roughly 35% fee on T-shirts). Which means that we are going to have to unload all our merchandise from the trucks before crossing the border, decide how much we need in Norway, and send the rest on a new truck to be stored and await us in Amsterdam. Aaaagh! […]"

Was für ein Wahnsinn.

Wir brauchen dringend nationale Einzellösungen. Oder besser: Gleich für jede Band, und je andere Lösungen für jeden einzelnen Grenzübertritt, je nach Land verschieden. Und so machen wir's dann mit allem und jedem. Darin liegt das Heil.