Kurzrezension
Birds And Buildings - Bantam To Behemoth
Der Keyboarder Dan Britton war mir schon mit seinen letzten beiden Projekten Deluge Grander und Cerebus Effect positiv in der US-amerikanischen Retro-Szene aufgefallen: Kein more of the same, kein stupides Imitieren, kein Zusammenschustern von Zitaten, stattdessen exzellenter Retro-Prog mit einem gehörigen Schuß Jazzrock und (last but not least) mit Eiern. Mit seinem neuesten Projekt Birds And Buildings führt er diese Entwicklung nahtlos fort und zeigt sich in allen Gebieten noch einmal verbessert. Wen wundert's: Bei Birds and Buildings hat sich ein Quartett absoluter Meister zusammengefunden, die ihre Instrumente mit Können und mit Leidenschaft beherrschen und darüberhinaus auch noch in der Lage sind, dies zu einem stimmigen Ergebnis - eben dem Debütalbum "Bantam To Behemoth" - zusammen zu führen.
Das Ergebnis ist das wahrscheinlich beste Retro-Prog-Album, dass ich seit langer, langer Zeit gehört habe: Absolut kein Plagiat (Glass Hammer), kein krampfiges Imitat (The Flower Kings), kein postmodernes, ironisches Augenzwinkern (The Tangent), nur pure Energie, Intelligenz und Spielfreude, ganz im Geist und im Sound der glorreichen Zeiten, jedoch absolut originell. Ein Muss nicht nur für jeden Retro-Prog-Fan, sondern absolut höreneswert für all jene, die mit dem üblichen Retro-Schmock nix anfangen können, die alten Meister aus den 1970ern aber lieben.
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