Hypes & Bashes

Hypes & Bashes: Kurzrezensionen vom [progrock-dt]-Team zu Veröffentlichungen (nicht nur) aus dem Prog-Umfeld.

Kurzrezension

Kaos Protokoll - Quick & Dirty

Das Schweizer Trio Kaos Protokoll bringt in seinen an Ideen nicht armen Ansatz des Jazzrock neben einer ordentlichen Portion Rock immer wieder experimentelle Klangideen, elektronische Exkurse und punktuell auch formalen Minimalismus ein, die Band geht überhaupt gern über die Grenzen des Gewohnten hinaus.

Kurzrezension

Das unbekannte Album: Alright the Captain - SNIB

Cover
Gute-Laune-Mathrock mit Postrock-Appeal (vielleicht aber auch Post-Postrock mit Mathrock-Appeal)? Jepp! Mit klassischer Rockbesetzung Baß-Gitarre-Schlagzeug gehts rund: "Widely enhanced hard rock mit ganz viel Farbe und Stimmung - ohne vor den Kopf zu stoßen" nenn ich das. Macht Spaß und überrascht.

Anspieltip: Soundtrack your death

Kurzrezension

Marco Manzella e Antonella Scalia - Oltre...

Oltre Cover
Nachdem ich in dieser Artikelsparte zumeist Sachen aus der Schrägrock-Ecke ausbuddle, hab ich fast schon ein schlechtes Gewissen gegenüber unseren Melodie-affinen Lesern.
Zeit für nen Rehabilitierungsversuch, für den mir der gute Jochen Rindfrey (der das folgende Album bereits auch auf den BBS besprochen hat) die Steilvorlage gab, denn er schrieb mir in einer Mail:

Kurzrezension

Multinationaler Unisono-Drive: Heinz Karlhausen & The Diatonics - same

HKDiatonics Cover
Es gibt so Bands, wie halt eben auch HKD, da hört man nach dem Konzert Stimmen (ganz reelle), die in Zweifel ziehen, ob diese Musik denn auch auf Konserve funktionieren würde und das, obwohl man soeben Zeuge eines energetischen Auftritts geworden war. Vielleicht aber auch weil man gerade Zeuge eines zu energetischen Konzerts geworden war. Nicht anders ging mir das 2010 bei meiner ersten Begegnung mit dem multinationalen Trio.

Kurzrezension

Musiktipp für den Silvesterabend: Anthurus d'Archer - Phallus Impudicus

Wenn eine Band für gewöhnlich pflegt, ihre Musik 'hinzukotzen', wenn sich ob eines erlebten Konzerts ein Rezensent dazu veranlaßt sieht, dem Konzertveranstalter ewige Dankbarkeit zu zollen und wenn dann auch noch der bandnamensgebende Pilz einen penetranten Aasgeruch in Tateinheit mit der Optik vergammelnden Fleisches und biologisch zersetzender Wirkung hat. Dann, ja, dann fühle ich mich trotz aller widersprüchlichen Gefühle angesprochen, dieser Band Aufmerksamkeit zu schenken und sei es nur, um sagen zu können, daß die Musik hingekotzt wurde, riecht wie Aas, aussieht wie vergammelndes Fleisch - und bei mir was zersetzen tut.

Kurzrezension

Albumtipp zu Weihnachten: Administration Shock Him - 39:03


Hype! - Geschenktip! - Emotionen pur! - Freundin/Ehefrau-kompatibel!

Weihnachten steht vor der Tür und mancher mag sich fragen: was schenken? Aus Proggersicht dabei besonders haarig:

Kurzrezension

Das unbekannte Album: Irène - Nek

Vielleicht ja der Auftakt einer neuen Serie: unbekannte Alben in aller Kürze, zum Selberentdecken vorgestellt.
Nek, gerade erst im Oktober erschienen, ist das Debutalbum der 2009 gegründeten Gruppe Irène und ist vieles: Schräg, straight, laut, leise, experimentell, berechenbar, jazzig, rockig, atmosphärisch, sphärisch noisig, aber eines niemals: glatt-belanglos. Das französische Indierock-Magazin Abus Dangereux ließ sich sogar zu der Bemerkung hinreißen, Irène machten hier Jazz für Indierock-Fans. - Wenn das mal nix ist.
Hörs Dir an und entscheide, was es für Dich ist. (Anspieltip: Gant)

Kurzrezension

Kayo Dot - Gamma Knife

Mit ihrer schon am 4. Januar erschienenen, gut 30-minütigen EP Gamma Knife geht es für Kayo Dot wieder aufwärts, nach oben aus den pechschwarzen Tiefen dieses düsteren, vom baldigen Tod eines Freundes der Band geprägten Konzeptwerks Coyote. Zumindest hört es sich zunächst so an, wenn Gamma Knife mit für sich allein spielenden Mellotron Bells (klingen wie Röhrenglocken) beginnt, die eine sakral beeinflußte Melodie spielen und das erste Stücke 'Lethe' auch im weiteren Verlauf im Hintergrund begleiten.

Kurzrezension

SOT - Kind of Saltz

Aufgrund der eigentlichen Bestimmung dieser Artikelsparte: jetzt auch mit Kurzrezi im Anhang. :)

Der Tubaspieler Lars Andreas Haug bedeutet ein gewisses Alleinstellungsmerkmal des norwegischen Trios SOT (Salt of Tusj), das am 14. Januar sein Debutalbum Kind of Saltz veröffentlicht hat.

Haug wirkte schon vor einigen Jahren bei einigen Projekten des dänischen Schlagzeugers Kalle Mathiesen ("Kalles World Tour", "Megetmeget") mit und bewies v.a. bei letztgenanntem Projekt, daß virtuos gespielte Tuba in Verbindung mit oftmals nicht ganz ernstgemeinten Kompositionen irre viel Spaß machen kann (heißer Tip, vgl. auch die BBS-Rezi).

Kurzrezension

Eder - Und was ist mit mir?

Was mit dir ist, du Album du? Du bist Jazz, da brauchst du gar nicht drumrumreden. Aber weil deine Schöpfer glücklicherweise immer wieder aus den Fenstern der Musikhochschule von Leipzig geschaut haben, bist du kein Jazzalbum geblieben.
Denn dort haben sie gesehen, daß es da draußen so viele Möglichkeiten gibt, Jazz vom oft belanglosen Schwubiwu im Hintergrund (wenngleich wenig hintergründig veranlagt) wegzubringen und ihm durch Hinzufügen von Rock-, Pop- und Improelementen Esprit einzuhauchen.

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