Umfrage

Die beste Band der FreakParade 2009 war...

Bitte bewertet, was ihr gehört habt, wenn ihr nicht alle gehört habt, dann bewertet trotzdem euren Favoriten. Falls ihr mehrere hattet, dann schreibt einen Kommentar dazu.

Meine Favoriten waren Present, mit deutlichem Abstand folgen dann Koenji und Three Friends. Entdeckung des Festivals: Das Harmonia Ensemble, die ich vielleicht sogar noch vor die Three Friends einordnen würde.
Überflüssig: United Colors of Sodom (hatte stellenweise etwas von "Hurz").

Meine Favoriten waren auch ganz klar Present, deren Gig mich diesmal (im Gegensatz zu vor zwei oder drei Jahren) wahrlich hingerissen hat. Diesmal war es eben nicht nur beeindruckender Krach, sondern differenziert, teils gar filigran, aber eben auch druckvoll, wild und unruhig... und zum Abschluß gab's ja dann auch noch Krach, dass passte dann ;-) Die neue CD wirkt nach einmal hören übrigens erstaunlich brav... eher so wie Univers Zero covern Present oder so...

Koenjihyakkei muss man natürlich mal gesehen haben. Ich habe mich köstlich amüsiert, aber damit ist - für mich - auch gut. Von daher aber trotzdem Platz 2.

Platz 3 geht für mich klar an Panzerballett. Ich mag die Band live unheimlich und finde es auch immer wieder cool abzukrassen (dieses Konzert habe ich weitgehend stehend bestritten).

Platz 4 geht an das Harmonia Ensemble. Deren Auftritt fand ich einfach wunderschön und die Musikerleistungen waren beeindruckend... ich hörte allerdings, dass die Studioaufnahmen nicht ganz so toll sein sollen, okay, die CD war eh ausverkauft, bevor ich an den Stand kam...

Platz 5: Three Friends... Ich bin ja wahrlich nicht so der GG-Freak, aber die Musik ist halt einfach gut, auch wenn sie nur von einer besseren Coverband dargeboten wird. Selbst mir fehlten allerdings die mehrstimmigen Gesänge, die doch sehr prägend für GG sind, und natürlich die wilden Instrumenten-Wechsel auf offener Bühne, von denen Zeitzeugen immer so schwärmen. Von daher ist mir die Riesenbegeisterung für diesen Auftritt etwas suspekt, aber unterhaltsam war's schon.

United Colors of Sodom waren halt viel Lärm um wenig. Aber interessant das mal gesehen zu haben und gut ist. Squartet habe ich leider verpasst (aber schon mal anderweitig gesehen... die wären wahrscheinlich in der Region "Panzerballett" gelandet).

- Platz 0: Schuli & Baerchi
Hat das jemand gefilmt?

- Platz 1: Present
Für mich ihr bestes Konzert bisher. Viel Musik, ausreichend Krach, beeindruckende musikalische Performances und eine Band die düsteres und komplexes Zeug mit offensichtlichem Spass inne Backen darbietet. Die Jungs von Present sind zudem unheimlich nett

- Platz 2: Koenji Hyakkei
Udo und ich kamen 2 Minuten zu spät zu diesem Event... Das hat mir ein bisschen den Wind aus den Segeln genommen und ich kam erst wieder mit Angherr Shisspa richtig rein. Die Zugabe war dann weltklasse und ich musste mir eine Träne verdrücken. Ich bleibe dabei; Koenji ist die tighteste, technisch hochwertigste und musikalische total durchgeknallte Band, die ich kenne. Mit welcher Selbstverständlichkeit die diesen Godzilla-Manga-Soundtrack-Quatsch runterzocken ist atemberaubend, das Tempo der Stücke ja sowieso. Monster!

Platz 3: Panzerballet
Zehrfeld macht's gut, ist lustig, sollte nicht singen lassen und immer rund eine Stunde spielen.

Platz 4: Der ganze Rest (Three Friends, Harmonia Ensemble, Squartet, United Colors Of Sodom)
Ich muss wirklich noch mal betonen, dass der Samstag der schwächste Tag meine "Freakshow-Karriere" war. Ob ohne Dynamik und "verpoppt" (Three Friends, die höchstens eine Karikatur von Gentle Giant waren), mit viel sinnlosem Lärm (United Colors, die mehr Optik als Musik boten) oder im Grunde belanglos, wenn auch ordentlich gemacht (die anderen beiden, Namen schon wieder vergessen...) - datt war diesmal nix!

Da störte es auch nicht weiter, dass wir den Bierstand mit Sonderschichte am Kacken gehalten haben. Zu loben seien hier Michel, Baerchi, Schuli, Joke, Ralf und Udo. Das muss natürlich beim nächsten Mal schon in der Planungsphase besprochen werden. Noch mehr Lob verdienen sich Udo, Joke, Schuli und Baerchi, weil sie den CD-Stand und den Eintrittsbereich gemanaged haben (habt Ihr eigentlich die Konzerte gesehen, Jungs?). Auch hier müssen wir zukünftig weniger Freak als mehr Parade machen, sonst funktioniert das all zu schleppend und unbefriedigend für alle Beteiligten.

Ansonsten ist Charly aber einmal mehr ob seines beeindruckenden Engagements zu loben und es sieht ja so aus, als sei die Geschichte dieses Mal ganz finanzfreundlich über die Bühne gegangen.

Ansonsten Grüße ich noch meine Mama, meinen Papa, Julia, Tobias und ihre Mama, Petra, Sal, Lutz, Ecki & Marion (Aufbauhelfer), Charly (Alter, ich habe mich nicht von Dir verabschiedet...), Nik und seine freundliche Begleiterin (wir wurden zum wiederholten Male einander nicht vorgestellt, Verzeihung), Jochen, Georg und Thomas, Volkmar, Kristian, Manni Spiegel (Danke! Du hast mich berühmt gemacht), Dave Kerrman (ich glaube wir sind sowas wie Saufkumpanen geworden), Angela und Guido (soviel Anstand muss sein), Detlev Schmidt, den ich zum Absprung aus dem Musik-Biz gratulieren möchte und alle anderen Verrückten, die mich jetzt vermutlich kennen, die ich aber nicht alle kennen kann und mich deshalb entschuldige vergessen zu haben... SIS! AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAHHHH!

P.S.: Tillmann, Du Sack, tauch nicht immer wie ein Geist auf, sag lieb Tag und verschwinde einfach so wieder!!! Für Dich gilt das gleiche, Dominik und Piotre und... ja, wenn man einmal mit den Namen anfängt. Bis nächstes Jahr, Ihr Säcke!

Moin!

Ich habe jedes (naja fast jedes, siehe unten :)) Konzert sehr wohl mitbekommen. Und geredet, zuviel geredet, zuviel Geld ausgegeben und eine Erkältung, aber egal es war geil!

Außer Konkurrenz: Schuli & baerchi: Den Festivalgig habe ich verpasst, da Christina und ich unsere Lieblingsliedermacher am CD-Stand vertreten haben. An dieser Stelle: Ein dickes Danke an Chrissy für die Unterstützung!
Am Samstag wurden aber Charly, Fix. Christina und meine Wenigkeit Zeugen eines Privatkonzertes im Immerhin. Gut gemachter Singer/Songwriter mit Blödeltexten. Fein! Außer Konkurennz, da nicht im regulären Lineup.
Fix: Dominik hat gefilmt und will es online stellen, ich bin gespannt!

Platz 1: Present- Geil, mehr sage ich nicht. Als "Promenade" anfing mit Trigeaux als Dirigent war ich kurz vorm Heulen. Sehr beeindruckend das Zusammenspiel der Musiker. Sehr intensives Konzert. Was mich besonders beeindruckte: Roger Trigeaux war fertig wie sonstwas, aber hat rotzdem seine Würde beahrt. Wie gesagt: Unfassbar Intensiv und beeindruckend:
Platz 2: Harmonia Ensemble/ Koenji Hyakkei: Der Auftritt von Harmonia machte einfach Spass, witzige Coverversionen, coole gut aufgelegte Band. Bei Koenji kamen Ecki, Sisy und ich 15 Minuten zu spät, weswegen es bei mir nicht so recht zünden wollte. Außerdem wurde ich leicht depressiv, weil ja wieder alles vorbei war für ein Jahr ): Trotzdem: Hammer Auftritt, hammer Band mit massiven Headbangingattacken. In besserer Stimmung wäre Harmonia auf den 3 und Koenki auf dem 2.
Platz 3: Panzerballet: ABKRASSEN, ABKRASSEN, ABKRASSEN, ABKRASSEN ,ABKRASSEN, ABKRASSEN!
Platz 4: Squartett: Cooler Einstieg, aber länger hätte es nicht dauern dürfen, das wäre doch sehr nervig gewesen
Platz 5: United Colors of Sodom: 1. Gedanke: "Ein Kunstwerk auf Lärm und Licht, ganz nett, nochmal brauch ich das nicht"
Nach einigen Minuten: Hm, ich habs gesehen, mal was essen gehen. Dann auf den Weg zur Mensa: "Oh, man hört ja doch die anderen Instrumente, mal reingucken" Ganz nett, aber recht schräg, so hätte der Rest auch sein müssen! Dann nach 10 Minuten: Wieder Lärm und *tata* Licht. Ich dachte an das Schicksal von Lots Frau bei Sodom und ging raus, diesmal ohne zurückzukehren.
Platz 6: Three Friends: "Ok, wird eine Coverband mit Keysarrangement, nicht wie vor 30 Jahren, aber das wird schon werden..." Und wie wurde es: Enttäuschend!!! Gute Musiker, netter Sänger, aber unfassbar steril und mit 0 Ausstrahlung. Und definitv nicht das, was Gentle Giant ausgemacht haben. Da war ich nach 5 Liedern raus. Und begegnete einen Herren, der noch deutlich deftigere Ausdrücke fand :)

Fazit: Geile Musik und nette Menschen kann auch eine Erkältung nicht kaputt machen :) Danke Charly, es war wieder großartig! Danke, an die anderen progrock-dtler und ein riesen Danke an alle, die die letzten Tage die hustende Vogelscheuche an den Ständen ertragen haben! Bis nächstes Jahr!!!!!!!!!!!!!

Ein dickes DANKE habe ich noch vergessen: Jan! Du warst zum 1. Mal dabei, bist extra aus Amsterdam angereist, warst überall und allen eine große Hilfe! Und dabei noch unglaublich locker, wahnsinn :)

SAUSTARK:
Panzerballett
Three Friends

SEHR GUT:
Present
Koenjihyakkei
Schuli & Baerchi

SO LALA:
United Colours Of Sodom

LEIDER VERPASST:
Squartet
Harmonia Ensemble

Fanboy! :)

Ich weiß, hehe!
Aber Present hätten es dank "Jack The Ripper" (mein favourite UZ-track) fast auch in die Saustark-Rubrik geschafft... die hatten nur mit Koenjhi zusammen das Pech, dass ich am Sonntagnachmittag stimmungsmäßig überhaupt nicht auf Zheul-/RIO-Kram gepolt war...

Nun, ich schaue dann mit einer anderen Perspektive auf dieses Festival zurück. Scheinbar wandel ich musikalisch doch immer mehr ab, oder bin eben ein Mensch bei dem es nur in richtigen Momenten Klick machen kann.

Vorweg: Richtig Klick gemacht hat es beim Schuli und baerchi Gig, der mir nach langem Grübeln über unsere Zukunft gezeigt hat, dass es saubock macht, ein paar Menschen zum Lachen zu bringen und das Material live zu präsentieren, egal ob vor 3 Figuren im Immerhin oder vor der progrock-dt-community auf dem Hof der Schule. Ein großes Danke geht hier an Fix, der uns im Immerhin einfach mal in den Gig reingeschmissen hat (diese öffentliche Probe war sehr gut für den Folgetag) und an Lutz, der wahnsinnig schöne Bilder geschossen hat. Außerdem bin ich auf Doms Videos gespannt, er hat ja die ersten beiden Songs mitgefilmt (Eine runde Sache & Ein Herz aus Schokolade). Und natürlich ein Dank an alle, die uns zugehört und wertgeschätzt haben. Wir arbeiten jetzt mit mehr Motivation als je zuvor an unserem ersten Album, dass voraussichtlich zur Freakshow/parade 2010 erscheinen wird. Das gepresste Meisterstück wird dann hochwertig produziert (Also die Cd und das Artwork und die Hülle) und relativ teuer verscherbelt, damit wir die immensen Unkosten wieder reinkriegen. Unser Management munkelt von einer 1000 Prozentigen Preissteigerung zur Vorgänger-EP.

Jetzt zu den Konzerten:

Squartet
Lustige Sache, zu hallender Sound, kommt in einem kleinen Club sicher besser.

Harmonia Ensemble
Ich steh generell nicht sooo sehr auf dieses ruhige Zeug, die Area Sachen haben mir am besten gefallen, aber live steh ich einfach nicht so sehr auf so zeug, ja, ich gebe zu, auch Aranis letztes Jahr fand ich nur gut, weil ich dabei hinter dem CD Stand rumliegen konnte (Ein Liege-Konzert eben).

United Colors of Sodom
Litten sehr unter der Location, die müssen im Dunklen Spielen, im richtig Dunklen, dann kommt die wirklich coole Light-Show viel viel besser zur Geltung und auch die Musik wirkt intensiver. Der Sound war dann auch eher negativ. Abgesehen davon fand ichs sehr geil und für mich wars vielleicht sogar das kleine Highlight des Festivals.

Three Friends
Wenn man wenig erwartet wird man nicht enttäuscht und unter diesem Gesichtspunkt hatte ich meinen Spass. Gentle Giant Material von einer sehr guten Coverband, mehr wollt ich nicht und mehr habe ich nicht bekommen, aber dafür war es echt okay. Außerdem wars endlich Dunkel.

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Panzerballett
Wie immer eben, es macht spass, die Kaffee-Ansage war super, und die jungs krassen ab. Der Aha-Effekt ist natürlich verflogen, aber soliden Spass bringen sie jedes mal in die Bude. Naja.. Gesang musste nicht sein.. ;)

Present
Location! Location! Location! Ansonsten wärs echt grandios gewesen, aber mit dieser Helligkeit und so konnte es einfach nicht richtig Klicken.

Koenjihyakkei
Auch hier wieder das Location Ding, außerdem war es mir stellenweise schon zu viel an geschwindigkeit und chaos (ja ich weiß, ist gar kein chaos, kommt aber so rüber). Wenn man das material besser kennt is es sicher noch geiler. Und der zweite Song von der Angher (dieser schöne) war grandios, ebenso die Zugabe, die absolut megafett war, wie man Dom, Baer, Joke, Charly und mir sicher ansehen konnte. Außerdem wars da endlich dunkel :D.

Alles in Allem ein gutes Festival, das aber in vielen Hinsichten unter der Location litt. Außerdem bin ich das erste mal Samstags gekommen und Sonntags schon wieder gefahren, wodurch doch ein wenig die Anbindung zur progrock-dt fehlte. Nächstes mal ist mein Kindergartenjahr hoffentlich vorbei, oder ich nehm mir rundherum Urlaub und gehe das ganze wieder mit mehr Ruhe an ;). So, tschuldigung für den riesigen Eintrag, aber ihr habts ja freiwillig gelesen ;).

Danke an Alle, bis zum nächsten mal und viel spass weiterhin

Schuli

Hai!

Meine persönliche Bestenliste:

Koenjihyakkei

Da blieb mir zeitweise der Mund offen stehen. Großartige Performance, großartige Musiker, absolut fesselnde Musik. Leider viel zu kurz!

Present

Ganz knapp hinter den Japanern. Sehr beeindruckend und nicht eine Sekunde langweilig. Herausragende Leistung, fantastische Musik. Man muss allerdings zuhören können.

Panzerballett

Wie immer eine Bank. Allerdings fing es mich zwischendurch an zu langweilen.

Three Friends

Ich bin nicht wirklich der Gentle Giant-Experte, deswegen tat mir der Auftritt nicht ganz so weh. Besonders mitgerissen hat es mich allerdings auch nicht.

Squartet

Die Jungs hatten das Pech in der sehr unvorteilhaften Halle die Freakparade zu eröffnen. Das was ich gehört habe, klang nicht wirklich schlecht. Ich denke, ich werde mir die Musik mal eher auf Platte anhören müssen.

Harmonia Ensemble

Hat mich auch nicht wirklich mitgerissen. Außerdem musste ich wohl mit Fix den Bierstand "am kacken" halten.

United Colors of Sodom

14 Leute, von denen die Hälfte mal gerade zu hören war und eine Gitarrist, der gelangweilt und mächtig böse dreinblickend ein paar infantile Riffs in den Klangbrei investiert hat. Der Mike Patton-Verschnitt im Hintergrund war noch der überzeugendste Musiker in dieser Band. Von dem Zausel an der rechten Seite will ich garnicht erst anfangen.

Sonstiges:

Ich war diesmal ein wenig enttäuscht, wenn ich ehrlich bin. Der Veranstaltungsort war eine Zumutung. Nicht wirklich gemütlich, die Aula war viel zu hell, der Sound nicht das Gelbe vom Ei, die Wege zum Bierstand und zur Kantine waren viel zu lang, und apropos Kantine: Das Essen war genießbar, jedoch gab es an beiden Tagen die gleichen zwei Menüs, und für den kleinen Hunger zwischendurch gab es nur ein paar alte, trockene Brötchen.

Ich wünsche mir für nächstes Jahr auf jeden Fall einen besseren Veranstaltungsort.

Michael

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"Ich habe das Recht auf Undifferenziertheit und beleidigendes Gepöbel, da ihr für meine Zerstörung verantwortlich seid, ihr Knalltüten. Ja, ihr, die ihr mit eurer Doofheit die Welt verseucht!" ... Klaus Kinski

Hallo :)
bin auf diesen Seiten genauso neu wie ich es bei der Freakparade war, was genau genommen mein erstes Prog-Festival gewesen ist... eine Erfahrung, die ich nicht vergessen werde! An allererster Stelle, noch vor den grandiosen Musikdarbietungen, möchte ich die bemerkenswerte Freundlichkeit und Offenheit aller Leute setzen. Ich hatte schon Angst, dass ich mir wie ein Fremdkörper vorkomme, der ich sicher auch noch irgendwie gewesen bin, aber es ist schön, dann doch mit einigen Leuten ins Gespräch gekommen zu sein, wo ich doch eigentlich sonst nie meinen Mund aufkriege. Wie ich mit einem anderen Erstling festgestellt habe: "Hier ist die Welt noch in Ordnung!"

Von Charly fang ich erst gar nicht an, ich glaube, so einen netten und geduldigen Menschen habe ich noch nie zuvor getroffen. Alleine das Erinnerungsvermögen. Da kann sich der Rest der Welt eine dicke Scheibe abschneiden!

Doch nun zur Musik: Von allen Konzerten kann ich sagen, dass sie mir am Anfang nicht sooo sehr gefallen haben, aber gegen Ende immer orgiastischer wurden, das wurde an Present extrem deutlich. Ausnahmen waren hier Gentle Giant und Koenjihyakkei. Erstere fand ich wohl am schlechtesten, gerade weil ich von dem Set auch nur Pantagruel's Nativity kannte (was ich dann auch neben der ersten Zugabe, im Refrain wurde irgendwas von "Hands are free" oder zumindest "Hands" gesungen, am besten fand). Schlecht ist hier absolut relativ zu verstehen! Gerade die schlagzeuglosen Frickelpassagen fand ich sehr interessant und ungewöhnlich. Ansonsten find ich die Musik ein bisschen angestaubt. Auch der Sänger wirkte nicht zu motiviert. Im Immerhin hab ich dann aber bei The House, The Street, The Room gemerkt, dass die Musik eigentlich gar nicht mal verkehrt ist!
Ich mag den Stil von Koenjihyakkei sehr, aber ich hab mich mit der Band vorher auch noch nicht eingehender befasst. Insgesamt fand ich, dem Auftritt hätte etwas mehr Abwechslung gut getan. Die Erscheinung der Musiker fand ich sehr gut, die beiden Damen haben äußerlich perfekt gepasst, vor allem die zierliche Sängerin! War sehr cool zu sehen. Aber es hätte ruhig verrückter und überdrehter sein können, so in Richtung Daimonji, wenn das hier bekannt ist.

So, jetzt wirds Zeit, mich zu outen: Ich hab für United Colors Of Sodom gestimmt! Ja, diese Band hat mich am meisten begeistert, auch wenn manche Elemente etwas fehl am Platz gewirkt haben. Allem voran der Gitarrist mit dem matschigen Sound. Fand ich jetzt aber nicht allzu schlimm, es ist doch auch mal gut, wenn sich Gitarristen zurückhalten! Was die Mimik dieses Musikers angeht, hats doch zur Stimmung der Musik gepasst. Die Elektronik-Elemente hätten auch nicht sein müssen. Genausowenig wie die albernen Stimmdarbietungen des mittigen Bläsers, der sich arg in den Vordergrung gespielt hat. Aber all das ist nicht so schlimm, der gesamte Eindruck hat mich dann doch extrem mitgerissen - die Atmosphäre, die das Akkordion und die Bläser aufgebaut haben, hab ich noch nie so intensiv in einem Livekonzert gehört! - ich verstehe auch nicht die Einwände, dass 14 Musiker viel zu viel wären, okay, vielleicht käme es auf 2 mehr oder weniger auch nicht an, aber mit der Hälfte der Leute hätte man nie und nimmer diese Atmosphäre erzeugen können. Die Lärmparts fand ich mehr als seltsam, aber irgendwann hats einfach klick gemacht und ich habe die Musik wegen ihrer irgendwie komplett ungewöhnlichen Erscheinung geliebt. Die Intensität kann ich nur mit einem Ehnahre-Konzert vergleichen, das mich im Vergleich zu United Colors dann doch mehr umgehauen hat.

Dafür, dass ich nicht so der Zeuhl-Typ bin, fand ich Present doch sehr gut. Von dem Ende ganz zu schweigen, sowas lässt mein und viele andere Herzen viel höher schlagen. Ein perfekter Höhepunkt des Festivals!

Meine zweitliebste Band war allerdings Panzerballett, die ich auch zum ersten Mal gesehen habe und auf die ich mich erst auch nicht sonderlich gefreut hab. Mir stand der Sinn nicht nach etwas Lustigem - aber es wurde doch angenehm originell! Und gleichzeitig musikalisch atemberaubend, vor jemandem, der Abba so umarrangiert, sollte man wirklich Respekt haben. Ich ziehe meinen Hut vor den Jungs! Freue mich, sie irgendwann mal wieder live zu sehen.

Alles in allem bin ich nächstes Jahr spätestens wieder zur Freakparade in Würzburg, vielleicht aber auch zu Sleepytime Gorilla Museum, falls diese Band mal wieder rangekriegt wird und es eher stattfindet als die nächste Freakparade. Irgendwie hätte ich auch voll Lust, ob der netten Menschen nächstes Jahr in Würzburg zu studieren... wenn es in Dresden nicht klappt :)

Grüezi miteinand,

Die Schul-Location war ein bißchen unromantisch, das Alternative Kulturzentrum wäre sicher gemütlicher gewesen... (das Mensa Food war eher unterirdisch :-)

TAG1:
Insgesamt stimmt, war es sicher nicht der stärkste Festivaltag in der langjährigen Geschichte - trotzdem wieder Gelegenheit zum Musiklauschen und Klönen mit angenehmen Mitstreitern gehabt. Den CD-Stand konnt ich gar nicht genießen, da er entweder überfüllt oder nicht zugänglich war, sprich unbeleuchtet während der Konzerte, die Plazierung im Konzertsaal fand ich unbriedigend.

Harmonia Ensemble: war ordentliche Instrumentalmuke, aber mir fehlte bißchen Biss und Rock, zu klassisch für mich, würde eher auf ein Jazz-Festival passen
2 von 5 Punkten

United Colors of Sodom: brauchten 1 halbe stunde zum warmwerden, danach fand ich den Brachial-Mix aus Syphonischem, Röchel-Metal und Jazz gar nicht mal so übel, jedenfalls gewaltig :-) den breiigen Klang der Aula haben sie leider gar nicht in den Griff bekommen
3 von 5 Punkten

Three Friends: fand ich überzeugend und hat mir als alte GG-Nase viel Spaß gemacht, dass Sie nicht mit 20 Instrumenten auftauchten, war fast zu erwarten, da fehlen halt die Shullman-Brothers, für meinen Geschmack war es richtig das so zu tun, denn Zeiten die 30 Jahre her sind, lassen sich schwer wiederholen, und ich kann gut verstehen wen man es dann auch läßt.

Mir hat die entschlackte Rockversion gut gefallen, und auch die Songs mußten darunter nicht leiden, richtig umgehauen haben mich die vielen Songs vom "Three Friends"-Album, keines meiner bevorzugten Alben, die kamen emorm druckvoll und frisch daher, muß mir doch mal ne remaster-version leisten :-)

die Songs kamen insgesamt stark rüber, einiges kam vom Keyboard zb. Xylophon-Klänge, der Sänger hat seine Aufgabe gut gemacht, und die 3 alten Herren hatten einigen Spaß und ich auch

leider gabs nix von "Power and the Glory" und "Glass House" und auch die Akkustik-Gitarren-Duette hab ich vermisst, deshalb Abstriche, trotzdem ne runde Sache,
4 von 5 Punkten

TAG2 leider mußte ich arbeiten :-(

lg Piotre

Ahoi Kinners,
als Daheimgebliebener möchte ich auch noch einen kurzen Kommentar anfügen. Also erstmal ein großes Lob an Charly für die unglaubliche Organisation, den Kommentatoren hier für ihre plastischen Schilderungen, und Lutz und Monika für die phantastischen Fotos - immer wieder schade, dass Bilder nicht tönen können ;).
Mit meinen bald 55 J. und als leibhaftiger Opa eines schier 4jährigen Enkels beginnt sich bei mir die "Fetivaleritis" so langsam zu legen - schade eigentlich, aber die Vitalität fängt an, etwas nachzulassen. "Thrill is gone".
Ob ich mich noch für Zeuhl/RIO/Avant begeistern kann, vermag ich mangels Übersicht nicht einzuschätzen. Vieles dort schreckt doch eher ab. Als King-Crimson-Fan der 1. Stunde aber hätten mich Present sicherlich begeistern können - andererseits die Japaner dann wiederum gar nicht, trotz bester musikalischer Ausbildung.
(- Letztere scheint mir übrigens für Schuli & Baerchi dringend geboten - liebe Jungs: Frage: "Do you like making music?" - Jungs:"Oh, yes!" - "Why don´t you learn it?"..... wohl doch eher gut, dass Fotos nicht tönen können ;)
Bei derart durchwachsenem Programm hatte ich eigentlich vor, wenigstens zu Three Friends zu kommen - als glücklicher Augenzeuge eines GG-Konzerts in den 70ern - und zog dann doch kurz vorher die Notbremse: Denn ich hatte beschlossen, dass das ohne die Shulman-Brüder als "Seele von GG" einfach nicht geht, und dass die Shulmans gut daran getan hatten, da nicht mehr mitzumachen: Wo ist der mehrstimmige, versetzte Gesang? Wo die original gespielten Instrumente - Flöten, Violine, Cello, Vibraphon? Warum braucht der arme Kerry Minnear, einer der virtuosesten Keyboarder der 70ies, einen Hilfs-Keyboarder? Und was soll der 2. Gitarrist (hörte man den überhaupt?)? Warum ist so Vieles und Wesentliches, was GG in den 70ern ausgemacht hat, nicht mehr da; zudem das großartige Live-Feeling dank der Shulmans? Und warum kriegen heutzutage 7 Leute nicht annähernd den Sound her, den in den 70ies 5 (fünf!) virtuose Leute, von denen Jeder mehrere Instrumente beherrschte, spielerisch und schier mühelos erzeugt hatten?
So habe ich mir gsd. ein zweifelhaftes Wiedersehen mit Green und Minnear erspart - ich wollte Gentle Giant so in Erinnerung behalten, wie ich sie damals live und hinreißend und umwerfend erlebt hatte.
Best, mOppi ;-)>

Cool!

Jetzt bewertet man schon als Daheimgebliebener die Qualität eines Events. Die Informationsgesellschaft macht es möglich. Echt modern, Moppi, trotz Deines Alters!

An sich aber echt eine tolle Idee. Nächstes Mal spar ich mir auch die Fahrt, die Übernachtungen in einer ranzigen Pension, Arbeitseinsätze am CD-Stand und skurrile Gespräche mit sozial auffälligen Personen und bleibe einfach zuhause und denke mir aus, wie es war. Sounds like a plan...

hallo mopped,

ein 2. keybord war notwendig, da eben auf Xylophon, Geige und zusätzliche akkustische instrumente verzichtet wurde und diese eben großteils von den keyboards übernommen wurden,

ich finde es interessant, das leute konzerte bewerten, bei denen sie nach 4-5 stücken rausgehen, wenn man diese bands verreißen will, dann sollte man sie wenigstens bis zum schluß gehört haben,

z.b. gab es eine ganze menge schöne mehrstimmige passagen, wenn auch die vorzeige-nr "on reflection" fehlte,
für die mehrstimmigen passagen, waren z.b. auch die neuen zusätzlichen mitglieder notwendig, unter anderem der
neue bassist

ich habe GG 1977 gesehen, und im vergleich dazu fand ich die 2009er version durchaus gelungen

ich habe die unterbewertung dieser band (wenn auch die three friends eben keine reunion sind, siehe webseite)
nie verstanden, damals und heute nicht, da können andere kult-bands live den größten schrott abliefern und alle schreien
hurra,

man sollte die schwierigkeit undkomplexität der sachen nicht unterschätzen, im Cafe Kairo, hatten mal franzoßen, wer war das damals eigentlich? "so sincere" gecovert und sind kläglich gescheitert, obwohl es ansonsten eine gute, hochwertige band war

gruß piotre

@Piotre: das waren YUGEN, und ich fand die Coverversion gar nicht schlecht, abgesehen vom fehlenden Gesang...

@Mopped: Wahnsinn, wie detailgenau du einen nicht mit-erlebten Gig abwerten kannst... das gelingt mir nur bei Dream Theater ;)

Gentle Giant ist live einfach nicht 100%ig reproduzierbar, das war schon in den 70ern so... und im Jahr 2009 ist es anhand von gut klingenden Samples zwar etwas leichter, aber immer noch schwer, wenn man "nur" zu siebt ist.

Klar, es fehlte in Würzburg der mehrstimmige Gesang, es fehlte auch (bis auf 2-3 Ausnahmen) Kerry Minnears Stimme (er kommt einfach nicht mehr so hoch, wie er uns nach dem Konzert berichtete), es fehlten echte Streichinstrumente, Trompete, Vibraphon, Percussion... aber dafür wurden im Gegensatz zum mir bekannten ZDF-Konzert von '76 viele Songs gespielt, die man früher live überhaupt nicht hätte spielen können und die man daher *nicht* schon von 10.000 mehr oder minder guten Live-Bootlegs oder "Playing The Fool" kennt.

Bevor ich Gentle-Giant-Studio-Alben gut fand, fand ich diverse Live-Alben der Band wesentlich besser. Somit stellt sich nicht die Frage nach der Reproduzierbarkeit der Studio-Alben, sondern nach dem "Spirit" der Live-Performances der 70er Jahre. Als Cover-Band waren Three Friends technisch über jeden Zweifel erhaben, aber die Stücke waren flach und ausdruckslos. Ältere Herren spielen Gentle-Giant-Kompositionen, aber sie leben sie nicht. Das kann man auch nicht erwarten, denn es sind inzwischen 30 Jahre vergangen und man "spielt sich den Arsch nicht mehr Wund um endlich gross rauszukommen", sondern gibt dem Publikum einen relaxten Rückblick in eine schöne Vergangenheit. Das ist ok, muss sich aber auch die Kritik gefallen lassen, dass es nicht mehr ist/war.

Und noch mal zum Verständnis: Der Auftritt war wie die Studio-Aufnahmen von Keys To Ascension (Yes). In Gedenken des klassischen Konzeptes abgeliefert, aber natürlich nie erreicht und irgendwie künstlich und schal...

Grossen Teilen des Publikums hat der Auftritt Spass gemacht, ich beneide die Leute um ihre Fantasie!