Termin

Die [progrock-dt]Show - Holdsworth vs. World, 30.03.15

Titel:Die [progrock-dt]Show - Holdsworth vs. World
Art:Radiosendung
Am: Mo, 30.03.2015
Im: rockradio.de
Link:Die [progrock-dt]Show

Allan Holdsworth war einer der umtriebigsten Gitarristen des 70er-Jahre-Progs; weil er aber seit den 80ern mehr oder weniger komplett dem Jazz zugerechnet wird, ist er vielleicht dem ein oder anderen Prog-Fan nicht so präsent wie andere Vertreter seines Handwerks.

Das wollen wir ändern und widmen deshalb ein Special dem Schaffen von Allan Holdsworth in seinen vielen Facetten.

ABER: Weil niemand auf Dauer so viel geballtes Gitarren-Gefrickel aushalten kann, wechseln wir in der Playlist ab zwischen Holdsworth und komplett gitarrefreien Stücken.

Das ganze wie immer Montag abends, live auf rockradio, diesmal zur Standard-Zeit 22:00 Uhr, und wie immer mit IRC-Chat im Quakenet-Channel #progrock-dt: http://webchat.quakenet.org/?channels=%23progrock-dt

A. Holdsworth ist wohl einer der gaaanz großen Gitarristen. Nur sehr wenigen dürften seit ca. 40 Jahren noch mehr nach geeifert haben; meistens ohne wirklich "besseres" geboten zu haben. Allerdings kann ich Holdsworth bislang nicht als Prog-Gitarristen der 70er sehen. Er war seit '69/'70 bei Ian Carr's Nucleus m.E. eine DER Figuren des (v.a. europäischen) Jazzrocks. Als er Mitte der 70er bei Gong und Softmachine mit machte, haben die jeweils Jazzrock gespielt. Er hat dann - v.a. mit BRUFORD und UK - in den Prog hinein gewirkt; nachhaltig. Bin mal gespannt, inwiefern man A.H. als "Gitarristen des 70er-Jahre-Progs" ausweisen kann. Wäre nicht das erste mal, dass ich von Udo was lernen kann ... :-)

Ich glaube, ich ziehe in dem Fall die Trennlinie zwischen Jazzrock und Prog einfach nicht so scharf wie Du anscheinend :-) Qua Herkunft kann man problemlos auch die mittleren/späten Soft Machine und die Pierre Moerlen Gong im Prog verorten.

Mehr dann heute abend on air.

Ich glaube, dass ich in dem Fall gar keine Trennlinie ziehe. Ich hab damals '75/'76, als Holdsworth unüberhörbar wurde, v.a. bei Gong, Softmachine und Tony Williams Lifetime schon etwa 3-4 Jahre Prog gehört und Ami-Jazzrock. Und all diese Sachen sind hübsch nacheinander und recht deutlich erlebbar aus sehr entfernten "Welten" an gekommen, mit recht unterschiedlichen Attitüden. Das, was Du ex-post als Trennlinie ziehst - in Deinem Fall evtl. eine wenig scharfe -, habe u.a. ich damals über Monate und Jahre zusammen/auf-einander-zu-gehört; wovon dann einiges höchst erfreulicher Weise überlappte bzw. verschmolz. Holdsworth ist damals aus einer Ecke aufgetaucht - inkl. Tempest -, die mit Prog erstmal nichts zu tun hatte. Das war disparat wie Norwegen und Italien, da musste man gar keine Trennlinie ziehen. Die 2 Bruford-Platten und die erste von U.K. (ohnehin jeweils fantastisch) waren dann sicher ein großes Glück für all das, was dann später noch an Prog, J.R. und JazzProGck entstehen sollte; gerade für die Gitarrensachen dabei (Mit die ersten Weiterverwerter/Fortführer dürften Kenso gewesen sein.) Kein Mensch, sozusagen, hat '76 übrigens von 'Pierre Moerlen's Gong' geredet. Sondern von 'Gong' (wie's auf den LPs drauf stand) und davon, wie sehr sich Gong - wohl wegen Moerlen - verändert hatten. Manchen gefiel's sehr gut - z.B. mir - andere trauerten den fliegenden Teekesseln nach. Und Softmachine hat man in der Zeit nicht mehr im Prog verortet. Sondern eher drüber geredet, dass sie überhaupt keinen Prog mehr machen, und dass das evtl. nie der Fall war ...
[Hab das hier in der Erwartung geschrieben, dass es eh kaum noch jemand lesen wird. Sonst hätt' ich's eher gelassen. Aber andererseits wollte ich mir 'scharfe Trennlinien ziehen' nicht einfach so unterjubeln lassen. ;-) ]