Termin

Steve Winwood, Nürnberg, 19.07.09

Titel:Steve Winwood
Art:Konzert
Am: So, 19.07.2009
Im: Serenadenhof
In:Nürnberg, Bayern

Beginn: 19:30 Uhr; Karten ca. 45,-- EUR

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Das hätte sicherlich auch ein eher unproggiges Ereignis werden können, wenn Steve Winwood seine Soft-Hit-Parade von "Valerie" bis "While You See A Chance" aufgeboten hätte. Glücklicherweise konnte Winwood die Erwartungshaltung seiner Fans aber richtig einschätzen und so wurde es eher ein Traffic-Event, denn ein Winwood-Solo-Konzert.

Fast pünktlich wurde - in einer der schönsten Open Air-Locations, die man sich denken kann - die Bühne geentert und dann ging es mit "I'm a man" in ein knapp zweistündiges Konzert. Steve Winwood an Gesang, Hammond und Gitarre wurde von den Musikern, mit denen er auch sein letztes Studioalbum eingespielt hat - Jose Pires de Almeida Neto (Gitarre), Richard Bailey (Schlagzeug), Paul Booth (diverse Saxofone, Flöte, Percussion, Hammond (wenn Winwood zur Gitarre griff), Karl Vanden Bossche (Percussion) - begleitet. Schlagzeug & Percussion sorgten natürlich durchweg für dieses rockig-angejazzte Traffic-Feeling. Auf die Ohren gab es unter anderem "Pearly Queen", "Low Spark Of High-Heeled Boys", "Dear Mr. Fantasy" (erste Zugabe), "Light Up or Leave Me Alone" (als Vehikel für einen Endlos-Jam mit Solospots für alle Beteiligten). Von Blind Faith gab's "Can't find my way home". Daneben natürlich auch Winwood-Solo-Sachen wie "Dirty City" vom aktuellen "Nine Lives"-Album oder "Higher Love" in einer Soul-Rock-Fassung (geil, was man aus dem Song alles machen kann) und noch ein paar softere Sachen, deren Titel mir gerade entfallen sind. Ganz zum Schluß wurde natürlich mit "Gimme Some Lovin" noch mal richtig Party gemacht.

Winwood war sehr gut drauf und bearbeitete die Hammond wie ein Wilder, tolle Soli und hervorragende Beinarbeit, mit denen er auch noch den Bass spielte (Paul Booth steht ihm da übrigens kaum nach - trotzdem wäre natürlich ein "echter" Basser noch besser gewesen). Sehr überzeugend auch das Gitarrenspiel von Winwood, der das "Dirty City"-Solo von Eric Clapton sehr ordentlich spielte und bei "Dear Mr. Fantasy" so richtig Gas gab.

Guter, nicht zu lauter, Sound (Mopped und ich standen direkt hinterm Mischpult). Rund um ein gelungenes Konzert von wie gesagt knapp zwei Stunden Spielzeit (inklusive der zwei Zugaben). Die Band harmoniert perfekt und die Zuschauer im - ich würde sagen ausverkauften - Serenadenhof (ca. 2000 Zuschauer würde ich schätzen) waren restlos begeistert.