Termin

The Watch plays early Genesis, Würzburg, 27.04.08

Titel:The Watch plays early Genesis
Art:Konzert
Am: So, 27.04.2008
Im: AKW
In:Würzburg, Bayern
Link:www.thewatchmusic.net

Irgendwie finde ich Charlys The Watch-Fetisch schon besonders kurios ;-))

bjf
kann mir jemand von euch sagen wo ich Karten für das The Watch - Konzert am 27.4.08 im Würzburger AKW bekomme?.
Im AKW gibt es keine Karten. Danke

Schreib Veranstalter Charly Heidenreich mal an: freakCha@aol.com

5

Zur "Spätmatinee" traten The Watch im AKW zu Würzburg auf. Fast pünktlich kurz nach 16:30 Uhr gings los. Leider waren außer der Band nur knapp 50 Zuschauer gekommen, sehr schade, vor allem in Anbetracht dessen, was folgen sollte. The Watch hatten diesmal kein (na ja, kaum) eigenes Material im Gepäck, sondern traten quasi als Genesis-Coverband auf (nun ja, böse Zungen behaupten ja eh, dass die Band niemals was anderes war ;-)) ). Im Rahmen einiger Vorband-Gigs auf der letzten Tour von The Musical Box, hatten die Italiener Lust auf dieses Projekt bekommen. Das besondere dabei: Man konzentriert sich auf "Early Genesis", also Material aus 1969 bis 1971, und da auch die eher unbekannten Sachen.

The Watch hatten sich besetzungstechnisch mal wieder etwas gewandelt (zumindest seitdem ich die Band vor einigen Jahren mal live in Reichenbach gesehen hatte und seitdem letzten Studiowerk "Primitive"). Mit dabei war Cristiano Roversi von Moongarden am Stick, ein neuer Drummer (ein echtes Tier, für mich das Highlight des Nachmittags) und, meiner Meinung nach, auch ein neuer Gitarrist, der auch richtig gut drauf war.

Ich musste feststellen, dass ich Genesis vor 1972 bisher einfach unterschätzt habe. Bisher fing für mich immer alles mit "Foxtrot" an und die Alben vorher habe ich sträflich vernachlässigt. Außer "Dusk", "White Mountain" und später als unvermeidliche Zugabe "The Knife" war mir nicht viel präsent. Aber die gebotene Musik war wunderbar, druckvoll, verspielt, symphonisch, schwelgerisch, herrlich. Der Sound war sehr gut und nicht zu laut. Sänger Rossetti ist ja sowieso der kleine Bruder von Peter Gabriel und ist mit einer ansteckenden Begeisterung bei der Sache, die ihresgleichen sucht. Drummer Fabbri habe ich für sein exzellentes Spiel schon gelobt, aber auch Keyboarder Mancini tobte sich an teilweise altertümlichen Gerätschaften virtuos aus. Allerdings hatten sie diesmal kein Mellotron angeschleppt, wie seinerzeit noch in Reichenbach.

Zwischen die Genesis-Klassiker schoben The Watch dann doch noch geschickt das eine oder andere eigene Material ein, z.B. zu meiner Freude meinen Lieblingssong vom letzten Album - "Berlin 1936" - in voller Länge. So im direkten Vergleich steht das The Watch-Material gar nicht schlecht dar, ein bisschen weniger komplex vielleicht, aber trotzdem gut. Nach etwa zwei Stunden inklusive einer langen Zugabe war das Konzert zur Zufriedenheit aller beendet. Ein schöner Nachmittag in Würzburg und man konnte Charly zu sinfonischen Klängen abrocken sehen ;-) Eine runde Sache, der man etwas mehr Zuspruch gewünscht hätte.